07.09.2021

Trioworld und Pink Ribbon bleibt ein Erfolg

Grüne Felder mit pinkfarbenen Flecken: Gemeinsame Kampagne von Trioworld und Pink Ribbon bleibt ein Erfolg.

Woran denken Sie, wenn Sie Pink sehen? An einem unerwarteten Ort wie einem gelben oder grünen Feld auf dem Land? Pink Ribbon möchte, dass Sie an Frauen und die Wichtigkeit des Bewusstseins für Brustkrebs denken. Das ist der Grund, warum Sie in diesem Sommer auf den Feldern entlang der Landstraßen pinkfarbene Flecken sehen können. Wie mehrere andere nationale Organisationen, die auf Brustkrebs aufmerksam machen, hat sich auch Pink Ribbon Deutschland mit Trioworld für eine weltweite Kampagne mit Silageballen zusammengetan. Möglicherweise haben Sie in den vergangenen Jahren schon pinkfarbene Siloballen gesehen, denn die Zusammenarbeit hat bereits 2014 begonnen.

„In Deutschland bereichert das Pink seit 2015 die Landschaft“, so Christina Kempkes, Kommunikationsleiterin von Pink Ribbon Deutschland. „Die Idee der pinkfarbenen Schleife als Symbol kam in den 1990er Jahren aus den Vereinigten Staaten zu uns“, erklärt sie. „Alles begann mit Charlotte Haley, die mit einer pinkfarbenen Schleife erfolgreich auf die ihrer Meinung nach unangemessene Verwendung von Mitteln durch das Nationale Krebsinstitut aufmerksam gemacht hat. Die Schleife wird als Symbol für für verschiedene gute Zwecke genutzt, die pinkfarbene Schleife ist jetzt das Symbol für Brustkrebs.“

Die Wichtigkeit der Früherkennung 

Kempkes beschreibt drei wichtige Eckpfeiler, wenn es um Brustkrebs geht: die Wissenschaft, die sich um die Heilung kümmert, die medizinische Behandlung und die Kommunikation über Früherkennung. „Unser Hauptziel ist es, zu informieren, Ängste zu nehmen und die Wichtigkeit der Früherkennung zu betonen. Wir können die Krankheit nicht vermeiden, aber in den meisten Fällen können wir die Überlebenschancen erhöhen, wenn wir sie in einem frühen Stadium erkennen. Wir glauben, dass die Menschen davon erfahren müssen, und wir versuchen, ihnen positive Nachrichten zu überbringen. Und wir müssen gesunde Frauen erreichen, denn Früherkennung ist nur sinnvoll, solange man nicht betroffen ist.“

Laut Kempkes erkrankt jede achte Frau irgendwann in ihrem Leben an Brustkrebs. „Das ist eine traurige Zahl, aber auf der anderen Seite überleben mehr als 80 Prozent die Krankheit.“

„Wir wollen die Frauen sensibilisieren, sich mit ihrem eigenen Körper vertraut zu machen und sich jeden Monat selbst abzutasten. Das Wichtigste ist, die Angst, die durchaus menschlich ist, abzulegen. Deshalb ist es am besten, wenn man das Abtasten zur Gewohnheit macht, wie das Zähneputzen, damit es zu einer natürlichen Präventionsmaßnahme wird. Viele Frauen fürchten sich vor einem Arztbesuch, wenn sie etwas Ungewöhnliches entdecken, etwas, das vorher nicht da war. Das wollen wir ändern.“

Frauen stark machen

Pink Ribbon macht viel Werbung, organisiert PR-Aktionen und ist vor allem für seine Arbeit mit Botschaftern und Botschafterinnen bekannt, von denen einige selbst an Brustkrebs erkrankt sind, wie zum Beispiel Sylvie Meis. „Sie stärken andere Frauen und verbreiten wirklich Hoffnung. Sie können vermitteln, wie wichtig es ist, sich jeden Monat abzutasten und zum Arzt zu gehen.“

Außerdem ist die Wohltätigkeitsorganisation im Sportbereich sehr aktiv, denn regelmäßige Bewegung ist eine gute Präventionsmaßnahme. „Die Wahrscheinlichkeit, an Brustkrebs zu erkranken, ist um bis zu 25 Prozent geringer, wenn man regelmäßig aktiv ist. Deshalb haben wir z. B. die Schleifenroute, eine Route durch Deutschland in Form einer Schleife, ins Leben gerufen und die Menschen eingeladen, kostenlose Radrouten herunterzuladen und zu fahren. Das war sehr erfolgreich, vor allem während der Pandemie.“

Ballenfolie in unerwarteten Farben

Eine weitere erfolgreiche Partnerschaft ist diejenige mit Trioworld. „Das ist eine wirklich tolle Kampagne“, so Kempkes. „Trioworld ist vor sechs Jahren mit der Idee an uns herangetreten, pinkfarbene Silageballen auf den Feldern aufzustellen. Wir fanden das sehr sympathisch, weil die eingewickelten Silageballen ohnehin den ganzen Sommer über auf dem Feld stehen.“ Trioworld war das erste Unternehmen, das Ballenfolie in unüblichen Farben verwendet hat. Normalerweise sind sie grün und weiß, da sie das Sonnenlicht perfekt reflektieren und so die Silage schützen. „Aber die pinkfarbene Folie lässt die Menschen innehalten und rätseln. Da man das nicht erwartet, denkt man immer wieder darüber nach – genau das ist es, was es so wertvoll macht.“

Das erste Land, in dem die Kampagne gestartet wurde, war Neuseeland, wo sie ein großer Erfolg war. Seitdem wurde die Kampagne auf Europa und andere Teile der Welt ausgeweitet.

Vor allem in Deutschland ist das ein guter Weg, um Menschen zu erreichen, so Kempkes, denn hier gibt es entweder große Städte oder sehr ländliche Gebiete. „Dies ist eine gute Möglichkeit, auf dem Land präsent zu sein. In der Stadt machen wir alle möglichen Arten von Werbung, z. B. mit der städtischen Beleuchtung. Auf dem Land ist das viel schwieriger. Jetzt sehen viele Radfahrer die pinkfarbenen Ballen und fragen jemanden, der auf dem Feld arbeitet, nach der Botschaft, die dahintersteckt. Oder sie schlagen es nach, wenn sie zu Hause sind, oder lesen in einer Zeitung darüber.“

Geldsammeln für die Krebsforschung

Jeder, der in Deutschland an der Kampagne mitarbeitet, sammelt Geld für den guten Zweck – 3 Euro für jede verkaufte Wickelfolienrolle. Es ist eine gemeinsame Anstrengung von Trioworld, dem Händler und dem Endverbraucher, also dem Landwirt oder Lohnunternehmer. „Auf diese Weise spendet Trioworld jährlich rund 12.000 Euro an Pink Ribbon und Blue Ribbon für die Krebsforschung“, so Kempkes. Seit 2015 sammelt Trioworld mit Ballen aus blauer Silo-Stretchfolie auch Geld, um auf Prostatakrebs aufmerksam zu machen.

„Die Idee ist wirklich einzigartig und sehr positiv, denn das Pink taucht an den unerwartetsten Orten auf. Es gibt nichts Vergleichbares. Und durch die Öffentlichkeitsarbeit können wir noch mehr Menschen erreichen. Für uns ist es eine Win-Win-Win-Win-Situation“, lacht Christina Kempkes.

Ein großes Herz

In dieser Saison wird es eine besondere Partnerschaft geben, bei der auch Leichtflugzeuge zu Einsatz kommen. „Die Idee stammt von einem Landwirt, der heiraten wollte und ein großes Herz aus Silageballen gebaut hat, um seiner Verlobten seine Liebe zu demonstrieren. Das hat uns gezeigt, dass man sehr kreativ sein kann, wenn man die Ballen auf eine ganz bestimmte Weise anordnet! Deshalb haben wir in diesem Jahr die Landwirte gebeten, etwas Besonderes mit den Ballen zu machen – und schicken Leichtflugzeugpiloten in die Luft, um die Ergebnisse von oben zu fotografieren. Und was dabei herauskommt, wird eine Überraschung sein – wir sind gespannt!“